Private Krankenversicherungen

Zusatz Versicherung

Die Private Krankenversicherung ist eine Absicherung bei einem privatrechtlich geregelten Versicherungsunternehmen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung kann hier nicht jeder beitreten. Lediglich für Beamte und Selbständige sowie Arbeitnehmer, die mindestens 24 Monate lang ein Jahreseinkommen über 50.850 Euro verdienen, kommt eine private Krankenversicherung in Frage.

Sollte ein Privatversicherter seinen Job verlieren und Arbeitslosengeld beziehen, wird er automatisch gesetzlich pflichtversichert. Es sei denn, er war bereits seit fünf Jahren privatversichert. Dann besteht die Möglichkeit, auf Antrag weiterhin eine private Krankenversicherung zu nutzen. Dieser Schritt sollte jedoch gut überlegt sein. Er kann nicht rückgängig gemacht werden und die Beiträge müssen dementsprechend aus eigener Tasche bezahlt werden.

Wer gesetzlich versichert ist, aber auf einige Zusatzleistungen, die nicht abgedeckt werden, nicht verzichten möchte, kann eine private Zusatzversicherung abschließen. So kann man zum Beispiel Kostenerstattung für Brillen, Zahnersatz, Chefarztbehandlungen oder Alternativmedizin beantragen. Allerdings sollte sich im Vorfeld informiert werden, welche Leistungen sinnvoll sind. Eine persönliche und individuelle Analyse durch einen Experten ist daher empfehlenswert.

Seit dem 1. Januar 2009 existiert ein sogenannter Basistarif in der privaten Krankenversicherung, der von allen Versicherungsunternehmen angeboten werden muss. Die Leistungen dieses Basistarifs sind mit den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gleichzusetzen.

Anders als bei der GKV sind die Beiträge für die private Krankenversicherung nicht abhängig vom Einkommen, sondern von den gewünschten Leistungen und vom Eintrittsalter. Auch für den Basistarif ist dies gültig. Lediglich Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Herzkrankheiten oder Rückenleiden werden bei diesem Tarif nicht berücksichtigt.

Für alle weiteren Tarife, die über den Basisschutz hinausgehen, rechnet die private Krankenversicherung den individuellen Gesundheitszustand an. Dadurch soll erreicht werden, dass die Beiträge möglichst gerecht verteilt werden. Wird also mit hohen Kosten kalkuliert, wird eine höhere Gebühr verlangt. Auf der anderen Seite gibt es auch Belohnungen für gesunde und gesundheitsbewusste Versicherte in Form von niedrigeren Beiträgen.

Die Zahlungen für die private Krankenversicherung lassen sich steuerlich als Vorsorgeaufwendungen absetzen. Eine Beitragsbescheinigung ist hierfür ausreichend. Allerdings muss bedacht werden, dass nicht alles abzugsfähig ist, sondern nur der Basisschutz sowie die von der Versicherung verlangten Zusatzbeiträge. Mehr Tipps und Tricks, um bei der privaten Krankenversicherung Steuern zu sparen, findet man unter folgenden Link: http://www.pkv-vergleich.net/pkv-beitraege/eigenanteile-absetzen/. Außerdem hat man hier die Gelegenheit, sich ein unverbindliches Angebot für eine private Krankenversicherung einzuholen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *