Probleme mit der Halswirbelsäule

Halswirbelsaeule

Schmerzen an der Halswirbelsäule können sehr unangenehm sein und Betroffene monatelang quälen. Doch zum Glück sind solche Schmerzen nicht häufig und meist gut behandelbar. 

Probleme an der Halswirbelsäule können unterschiedliche Ursachen haben. Es kann sowohl eine verspannte und steife Nackenmuskulatur sein oder aber auch ein Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule.
Bei einem steifen Nacken reicht meist eine gute Massage, um die Schmerzen wieder loszuwerden. Auch das Vermeiden von Stress kann einem steifen Nacken gut entgegenkommen.

Liegt ein Bandscheibenvorfall, der sogenannte Prolaps, vor, so ist dies letztlich nur noch operativ behandelbar. Jedoch sind Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule sehr selten, da dort die Muskulatur und die umgebenen Strukturen wie Gefäße, Nerven und Bindegewebe sehr fest sind. Doch manchmal kann es dazu kommen, dass die Zwischenwirbelscheibe dem Druck nicht mehr Stand halten kann und dann zur Seite oder noch vorne oder hinten hinaustreten kann. Die Zwischenwirbelscheibe besteht aus einem dehnbaren und elastischen Gelkissen, das sich den Druckverhältnissen an der Wirbelsäule gut anpassen kann. Aber bei ständiger und chronischer Überbeanspruchung kann es sein, dass sie ausweicht und es so zu einem Bandscheibenvorfall kommt.
Da gerade in der Halsgegend alle Strukturen wie Gefäße und vor allem Nerven sehr eng benachbart sind, kann es zu starken Schmerzen kommen, die über den Hals in die Schultern und Arme ausstrahlen können.

Zu Beginn eines Prolaps kann noch eine konservative Therapie mit Medikamenten, Nicht-Steroidalen Antirheumatika (z. B. Ibuprofen oder Diclofenac), helfen. Auch Nackenkissen und eine angemessene Schlafposition können Abhilfe schaffen. Doch über längeren Zeitraum muss der Bandscheibenvorfall operativ entfernt werden. Die Patienten bleiben danach jahrelang beschwerdefrei.

Der Glaube, dass die Schmerzen in der Halswirbelsäule durch den Ischiasnerv verursacht werden, ist jedoch ein Irrglauben. Der Ischias ist der längste und größte Nerv des Menschen, tritt jedoch aus dem Becken heraus und versorgt die Beine. Probleme mit dem Nervus ischiadicus führen zu Rückenschmerzen, nicht zu Problemen mit der Halswirbelsäule. Es kann jedoch fälschlicherweise angenommen werden, dass die Rückenschmerzen, die durchaus im oberen Rücken von der Halswirbelsäule stammen können, durch den Ischias verursacht werden. Dies ist jedoch nicht richtig.

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