Taubheitsgefühl im Bein

Taubheitsgefühl im Bein

Ein Taubheitsgefühl im Bein ist oftmals die Folge von langem Sitzen oder wenn man die Beine zu lange übereinander geschlagen hält. Oft spricht man bei einem solchen Taubheitsgefühl auch davon, dass das Bein oder ein anderer Teil des Körpers (Hand, Fuß, Finger etc.) eingeschlafen ist. Verursacht wird dies dadurch, dass das Körperglied nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird und sich darauf taub anfühlt. Sobald man die Position ändert kann das Blut wieder ungehindert fließen. Das „Aufwachen“ des Beins macht sich durch ein Kribbeln bemerkbar.

Kribbeln im Zusammenspiel mit einem Taubheitsgefühl im Bein kann mehrere Ursachen haben. In den meisten Fällen besteht die Ursache in einer Störung des Blutflusses im Bein oder einem Verschluss der Blutgefäße, weswegen die Nerven nicht ausreichend mit Blut versorgt werden können.

Zu einem Taubheitsgefühl im Bein kann es auch durch das sogenannte Leistentunnelsyndrom, auch Jeanskrankheit genannt, kommen. Ausgelöst wird dieser durch einen Druck im Leistenkanal. Der Druck kann von Übergewicht oder einer zu engen Jeans herrühren und schädigt dabei den Oberschenkelhautnerv, was wiederum zum Taubheitsgefühl im Bein führen kann.

Zu den möglichen Auslösern von einem Taubheitsgefühl im Bein zählt auch der Missbrauch von Alkohol. Des Weiteren können Mangelzustände, zum Beispiel Eisen- oder Magnesiummangel, Vitaminmangel (vor allem bei Vitamin B12) und eine Nebenschilddrüsenunterfunktion das Taubheitsgefühl im Bein verursachen.

Ernstere Erkrankungen wie eine Multiple Sklerose führen Gefühlstörungen in den Beinen im Anfangsstadium mit sich. Auch die Krankheiten Epilepsie, Parkinson, Gehirntumore und Wirbelsäulenprobleme gehen mit einem Taubheitsgefühl im Bein und den Füßen einher. Muskelverspannungen im Kreuz, ein Bandscheibenvorfall, Rückenmarksverletzungen oder –schädigungen führen ebenfalls zu Taubheitsgefühlen in den Gliedmaßen, vornehmlich den Beinen.

Bei Diabetes kann es zu einer Folgeerkrankung kommen (Neuropathie), welche die Nerven dermaßen beschädigt, dass es zu einem Taubheitsgefühl im Bein und den Füßen kommt.

Ist der Ischiasnerv eingeklemmt äußert sich dies meist über einen dumpfen und bohrenden Schmerz, der vom Gesäß bis ins Bein oder den Fuß schießt. Auch Hüftschmerzen können infolge des eingeklemmten Ischiasnerves auftreten. Ein Bandscheibenvorfall kann beispielsweise auf einen eingeklemmten Ischias hinweisen und geht oftmals mit einem Taubheitsgefühl im Bein einher.

Wer öfter unter einem Taubheitsgefühl im Bein leidet, das möglicherweise anhält, selbst wenn man die Beinstellung dahingehend verändert, dass das Bein gut durchblutet werden kann, sollte zum Arzt gehen. Verschlossene Blutgefäße sollten ernst genommen und möglichst vermieden werden. Vor allem Raucher und Diabetiker sind sehr anfällig für eine Verstopfung der Blutgefäße. Zur Vorbeugung sollte auf Nikotin und fettes Essen verzichtet werden. Es ist sehr wichtig, sich ausreichen zu bewegen, damit die Blutzirkulation einwandfrei laufen kann. Die Stärkung der Rückenmuskulatur kann das Einklemmen des Ischias verhindern. Wer berufsbedingt viel sitzen muss, sollte Pausen dazu nutzen, den Gliedmaßen eine Abwechslung zu bieten, damit es nicht zum Taubheitsgefühl im Beim kommt.

Ein Kommentar

  1. […] Fällen äußert sich ein Bandscheibenvorfall in Rücken-, Bein- und Armschmerzen sowie einem Taubheitsgefühl in der betreffenden Region. In extremen Fällen ist die Wirbelsäule von einem starken Schaden […]

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